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Digital Natives - Ein gut klingender Begriff mit wenig Substanz? – 01.09.2014

Der amerikanische Pädagoge Marc Prensky prägte den Begriff Anfang 2001, als er damit Jugendliche beschrieb, die seiner Sicht nach qua Geburtsjahr über besondere Medienkompetenzen verfügen. Aus Sicht der Wissenschaft und Medienpädagogik handelt es sich dabei jedoch um nicht vielmehr als eine künstliche Bezeichnung, denn nicht das Alter sondern Art und Weise des Umgangs mit digitalen Technologien kennzeichnen die digitale Kompetenz. So können diejenigen, die nach der gängigen Definition als “Digital Natives” gelten, nicht zwangsläufig programmieren oder wie selbstverständlich mit sozialen Medien umgehen und auch kollaborative Arbeitswerkzeuge wie Wikis werden nur selten verwendet. Faktoren wie soziale Herkunft, Bildungniveau sowie Zugang zu digitalen Technologien haben entscheidenden Einfluss auf ihre Fähigkeiten und Medienkompetenzen. Aber existieren vielleicht doch Gemeinsamkeiten, die eine Generationsdefinition rechtfertigen? Müssen wissenschaftliche und pädagogische Ansätze dahingehend überprüft werden, ob sie die Veränderungen der digitalen Gesellschaft angemessen erfassen? Und was bedarf es in der praktischen Arbeit - auch aus Sicht der SeniorInnenbildung -, um den verschiedenen Nutzergruppen und deren Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht zu werden? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und der medienpädagogischen Praxis setzten wir uns kritisch mit dem Begriff der "Digital Natives" auseinander.

ReferentInnen

Prof. Dr. Rolf Schulmeister ist Professor für Hochschuldidaktik an der Universität Hamburg, wo er das interdisziplinäre Zentrum für Hochschuldidaktik der gegründet und den Studiengang „Master of Higher Education“ initiiert hat. Ursprünglich Literatur- und Sprachwissenschaftler hat sich Rolf Schulmeister bereits seit 1980 auf Methoden des Lernens und Medien spezialisiert und multimediale Lernumgebungen zum Lernen der Statistik und der Gebärdensprache entwickelt. In den vergangenen Jahren hat er intensiv zum Begriff der „Digital Natives“ geforscht und die Ergebnisse seiner Studien unter anderem in dem Paper „Gibt es eine Net Generation?“ (Erweiterte Version 3, Hamburg 2009, 168 Seiten) veröffentlicht. In den letzten Jahren hat er Workload und Lernverhalten der Studierenden im Bachelor untersucht.

Tim Moritz Hector ist Student der Politologie und seit 2007 in Wikipedia aktiv, wo er sich besonders dafür einsetzt, die Online-Enzyklopädie möglichst vielen Menschen verständlich und zugänglich zu machen. Seit Juni 2014 ist er Vorsitzender des ehrenamtlichen Präsidiums von Wikimedia Deutschland e.V.

Kristin Narr ist freiberufliche Medienpädagogin und arbeitet u.a. für das Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) und den Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V. Sie führt medienpädagogische Workshops und Projekte mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Erwachsenen (z.B. LehrerInnen) durch und hält Vorträge zu den Themen „Medienkompetenz“, „Jugend und Internet“, „ePartizipation“ und „Open Education“. Zuvor war sie als medienpädagogische Referentin bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. und arbeitete in Leipzig und München in der medienpädagogischen Praxis und Forschung.

Günter Voß ist als Koordinator im SeniorenComputerClub Berlin-Mitte tätig und bringt dort mit seinen ehrenamtlichen MitstreiterInnen älteren Menschen die Möglichkeiten der digitalen Technik näher und macht sie mit deren Anwendung vertraut. Für seine Arbeit wurde er im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2014 “Die Digitale Gesellschaft” als einer von 39 Frauen und Männern ausgezeichnet, die mit ihren Ideen und Projekten die digitale Entwicklung in Deutschland vorantreiben.

Moderation

Die Veranstaltung wurde moderiert von Nina Lindlahr

Dokumentation

Zusammenfassung der Veranstaltung mit Interviews mit den ReferentInnen:
Kompletter Mitschnitt der Veranstaltung:






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Digitale Kompetenzen Broschüre

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